Generationenwechsel oder Nachwuchssorgen? Diskussion im Landtag.

25.03.2018 – 

Ob engagierter Gemeinde-, Kreis- oder Bezirksrat oder politisch Aktiver ohne Mandat: Es gibt viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich in die Kommunalpolitik einzubringen. Damit diese tragende Säule unseres politischen Systems auch in Zukunft für Stabilität sorgen kann, bedarf es jedoch mehr junger Menschen. 

Doch wie können wir gerade junge Erwachsene für ein kommunales Ehrenamt gewinnen? Stehen wir vor einem Generationenwechsel oder hat unsere Kommunalpolitik bereits Nachwuchssorgen? Und falls ja – welche Gründe gibt es dafür?

Auf Einladung der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion besuchten die JFW Fürstenfeldbruck eine Podiumsdiskussion im Landtag. Hierbei zeigte sich, dass es sich bei den jungen Leuten eben nicht um die viel beschworene Null-Bock-Generation handelt. Vielmehr werden politische Posten laut Dennis Neßwald, dem ehemals jüngsten Bürgermeister Bayerns aus Kleinostheim, häufig von alten „Platzhirschen“ verteidigt. Dieses jahrelange Engagement ist zwar sehr wichtig, allerdings kann man junge Menschen nur dann motivieren, wenn man Ihnen Verantwortung überträgt und den Gestaltungsspielraum in der Politik aufzeigt. "Daher fordern wir zusätzlich das Wahlrecht ab 16 in Bayern", so Dr. Stefan Weinberger, Bezirkstagskandidat und Vorsitzender der JFW im Landkreis. Dies sei aktuell bereits in vier weiteren Bundesländern möglich.

Hoffnung machte auch die Aussage von Laura Freisleben, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und Schülerin am Graf Rasso Gymnasium in Fürstenfeldbruck. "Die jungen Leute seien durchaus gewillt, sich vor Ort zu engagieren. Gerade im Schulunterricht wäre es aber super, wenn das aktuelle politische Geschehen mehr behandelt werden würde."

Zeigen wird sich das Interesse der Jugend dann an der Wahlbeteiligung im Herbst, wenn in Bayern die nächsten Land- und Bezirkstagswahlen anstehen.